Das Land Baden-Württemberg verlängert das "Kümmerer"-Programm im Landkreis Esslingen. Im Programm helfen regionale Kümmerinnen und Kümmerer jungen Zugewanderten, den Weg in eine Ausbildung zu finden und unterstützen zugleich die Betriebe bei der Suche nach Nachwuchs. Für die Jahre 2027 und 2028 stellt das Land dem Landratsamt Esslingen 86.800 Euro für eine Vollzeitstelle zur Verfügung. Das teilten die Esslinger Landtagsabgeordneten Andreas Deuschle (CDU) und Andrea Lindlohr (Grüne) mit.
„Die Verlängerung des Kümmerer-Programms ist eine gute Nachricht, denn es vermittelt nicht nur zwischen Betrieb und Auszubildenden, sondern bietet konkrete Hilfe an“, sagt Andrea Lindlohr. „Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte brauchen diese Begleitung, und die Betriebe brauchen diese jungen motivierten Menschen. Integration gelingt besonders gut, wenn eine Ausbildung eine klare Perspektive eröffnet. Das zeigen auch die Zahlen: Seit seinem Beginn hat das Programm landesweit rund 5.100 Zugewanderte in Ausbildung vermittelt.“
„Unsere Betriebe brauchen Nachwuchs und junge Zugewanderte bringen Motivation und Talente mit. Dieses Programm führt beides zusammen“, so Andreas Deuschle. „Gerade kleinen und mittleren Unternehmen fällt es derzeit schwer, Auszubildende zu finden. Genau dort kommt die Förderung an: Fast 83 Prozent der vermittelten Zugewanderten haben ihre Ausbildung in Unternehmen in einem solchen Betrieb begonnen. Gute Förderung denkt Fachkräftesicherung und Integration zusammen, und genau das leistet dieses Programm.“
Die Mittel stellt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus bereit. Landesweit fördert es 36 Vollzeitstellen bei Kammern, Bildungsträgern und Landkreisen mit über 3,1 Millionen Euro.
Das Kümmerer-Programm: Mit dem Kümmerer-Programm fördert das Wirtschaftsministerium seit 2016 flächendeckend im Land sogenannte regionale Kümmerinnen und Kümmerer. Sie vermitteln geeignete junge Zugewanderte passgenau in Praktikum, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung. Dafür helfen sie bei der Berufswahl, bei den Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Zugleich beraten sie die Betriebe, zum Beispiel zu Unterstützungsangeboten während der Ausbildung.