Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Gemeinde Neuhausen auf den Fildern beim Bau eines neuen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) mit Mobilitätsdrehscheibe.
Nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) fließen rund 4,9 Millionen Euro Fördermittel in das Projekt, das direkt am neuen S-Bahn-Endhaltepunkt in Neuhausen entsteht und ein wichtiger Baustein für die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel auf den Fildern ist.
„Mit dieser Förderung stärken wir den ÖPNV genau dort, wo die Menschen ihn im Alltag brauchen: direkt vor der eigenen Haustür in Neuhausen. Ein gut vernetzter Mobilitätspunkt macht den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn so einfach wie möglich – das ist gelebte Mobilitätswende ", sagt Andrea Lindlohr, Grüne Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Esslingen.
Am neuen ZOB entstehen fünf Bushaltepunkte mit direktem Anschluss an die S-Bahn. Hinzu kommen ein Park+Ride-Parkhaus sowie kompakte Fahrradabstellanlagen: ein Radturm mit Einzelboxen, abgeschlossene Sammelgaragen für Fahrräder und E-Bikes, offene Überdachungen und Ladeschränke. Auch eine Reparatursäule mit Druckluftstation, Carsharing-Angebote sowie Mietfahrräder und -pedelecs sind vorgesehen. Eine öffentliche WC-Anlage und barrierefrei gestaltete Wege zum ZOB und zum S-Bahnhalt runden das Projekt ab.
Damit die Umsetzung zügig vorankommt, hat das Regierungspräsidium Stuttgart auf Antrag der Gemeinde einen vorzeitigen Baubeginn durch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ermöglicht. Der neue Omnibusbahnhof soll bereits Ende 2027 zum Fahrplanwechsel in Betrieb gehen – noch vor der eigentlichen S-Bahn-Verlängerung. Diese wird seit Sommer 2023 auf der Trasse der früheren Filderbahn um knapp vier Kilometer bis nach Neuhausen ausgebaut und durch die Stuttgarter Straßenbahnen AG realisiert. Sie soll frühestens 2028/29 an den Start gehen; wegen der Abhängigkeit vom digitalen Knoten im Rahmen von Stuttgart 21 ist ein späterer Zeitpunkt im Gespräch.